EU-Energielabel: Kühl- und Gefriergeräte
Von: Miriam Bätzing, Die VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. (Bundesverband)
In diesem Beitrag finden Sie
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Das neue EU-Energielabel für Kühl- und Gefriergeräte
- Tipps beim Gerätekauf
- Tipps zum Energiesparen
- Das neue EU-Energielabel für Weinlagerschränke
- Tipps beim Gerätekauf
- Tipps zum Energiesparen
- Das neueEU-Energielabel für Raumklimageräte
- Tipps beim Gerätekauf
- Tipps zum Energiesparen
Das EU-Energielabel für Kühl- und Gefriergeräte
Seit März 2021 gilt für die Produktgruppe der Kühl- und Gefriergeräte das neue EU-Energielabel im stationären wie im Online-Handel.
Es besitzt eine Energieeffizienzskala von G (höchster Energieverbrauch) bis A (niedrigster Energieverbrauch).
Seit März 2024 müssen Neugeräte im Handel mindestens der Klasse E entsprechen. Das neue Label verfügt über einen QR-Code, über den Verbraucherinnen und Verbraucher Zugang zu der EPREL-Produktdatenbank der Europäischen Union haben. Dort kann in deutscher Sprache nach Gerätetypen, Modellkennung und Effizienzklassen gefiltert werden.
Abb. rechts: Beispiel für Energielabel für Kühl- und Gefriergeräte nach delegierter Verordnung (EU) 2019/2016.
Tipps beim Gerätekauf
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Achten Sie beim Neukauf auf das EU-Energielabel. Mit einem Gerät der Klasse C sparen Sie im Vergleich zur Klasse E deutlich Energie ein. Vor dem Kauf lohnt zudem ein Check über bewährte Vergleichsportale und Testinstitute wie z. B. Stiftung Warentest.
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Überdimensionierte Kühlgeräte verbrauchen unnötig Strom. Achten Sie daher beim Kauf Ihres neuen Kühl- oder Gefrierschranks auf die richtige Größe. Als Richtwert für einen Zwei-Personen-Haushalt können ca. 120 bis 140 Liter angenommen werden. Für jede weitere Person mehr im Haushalt rechnet man 40 bis 50 Liter hinzu.
Tipps zum Energiesparen
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Überlegen Sie, ob Sie Ihr altes Kühlgerät wirklich noch als Zweitgerät verwenden wollen. Daraus wird oft ein teurer Spaß, denn manche alten Geräte verbrauchen dreimal so viel Strom wie neuere Modelle.
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Viele Geräte sind zu kalt eingestellt. Die optimale Temperatur im Kühlschrank liegt bei 7 °C und im Gefrierschrank bei -18 °C. Geräte, die nur 2 °C kälter eingestellt sind, verbrauchen bis zu 10 Prozent mehr Strom.
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Stellen Sie keine warmen Speisen zum Abkühlen in den Kühlschrank - diese tragen zu einem erhöhten Stromverbrauch bei.
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Achten Sie darauf, wo Ihre Kühlgeräte stehen. Wärmere Bereiche wie etwa neben dem Herd, einem Heizkörper, Heizrohren oder Sonnenplätze sind tabu. Je kühler der Standort, desto geringer ist der Stromverbrauch.
Das EU-Energielabel für Weinlagerschränke
Weinlagerschränke sind spezielle Kühlgeräte, die ausschließlich für die Lagerung und Temperierung (ca. 5° bis 20°C) von Wein vorgesehen sind. Für sie gibt es ein eigenes EU-Energielabel, anhand dessen Verbraucherinnen und Verbraucher sie hinsichtlich ihrer Energieeffizienz besser vergleichen und sich so leichter für ein sparsameres Gerät entscheiden können.
Auch für Weinlagerschränke gilt seit März 2021 das neue EU-Energielabel im stationären wie im Online-Handel.
Abb.rechts: Beispiel für Energielabel nach delegierter Verordnung (EU) 2019/2016
Wie bei den gewöhnlichen Kühl- und Gefriergeräten hat es eine einheitliche Energieeffizienzskala, die von G (höchster Energieverbrauch) bis A (niedrigster Energieverbrauch) reicht.
Auch dieses Label verfügt über einen QR-Code, über den man auf die EPREL-Produktdatenbank gelangt.
Tipps beim Gerätekauf
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Die Anzahl der zu lagernden Flaschen bestimmt die Größe und somit den Stromverbrauch des Geräts. Hier müssen Sie selbst Ihren Bedarf einschätzen.
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Wer nur gelegentlich Wein temperiert, verzichtet besser auf einen eigenen Weinlagerschrank und nutzt dafür den Kühlschrank.
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Achten Sie beim Gerätekauf auf das EU-Energielabel. Wie bei Kühl- und Gefriergeräten sparen Sie auch hier mit der höchsten Klasse am meisten Energie. Ein C-Gerät verbraucht bereits deutlich weniger Strom als ein E-Gerät.
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Im Handel werden Weintemperierschränke (für die Zwischenlagerung) und Weinklimaschränke (für die Langzeitlagerung von Wein) unterschieden. Prüfen Sie, was Sie wirklich brauchen.
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Manche wollen ihre Weine je nach Art zu unterschiedlichen Temperaturen lagern – viele Geräte haben daher ein bis drei Temperaturzonen.
Tipps zum Energiesparen
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Achten Sie darauf, wo der Weinlagerschrank steht. Wärmere Bereiche wie z. B. neben dem Herd, dem Heizkörper oder Sonnenplätze sind ungünstig. Je kühler der Standort, desto geringer ist der Stromverbrauch.
Das EU-Energielabel für Raumklimageräte
Raumklimageräte dienen zum Heizen oder Kühlen von Innenraumluft und werden mobil oder fest installiert angeboten. Verbraucherinnen und Verbraucher können mit Hilfe des EU-Energielabels Raumklimageräte hinsichtlich ihrer Energieeffizienz besser vergleichen und sich so leichter für ein sparsameres Gerät entscheiden.
Das derzeit gültige EU-Energielabel für Raumklimageräte besitzt weiterhin eine Energieeffizienzskala von D (höchster Energieverbrauch) bis A+++ (niedrigster Energieverbrauch). Die Klasse A+++ kennzeichnet demnach die sparsamsten Geräte im Handel.
In den nächsten Jahren werden auch Raumklimageräte das neue EU-Energielabel erhalten, das seit März 2021 schon für eine erste Gruppe von Haushaltsgeräten gilt. Bis 2030 sollen für alle kennzeichnungspflichtigen Produktgruppen delegierte Rechtsakte erlassen werden.
Abb.rechts: Beispiel für Energielabel für Raumklimageräte nach delegierter Verordnung (EU) 626/2011
Tipps beim Gerätekauf
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Die Nutzung von Raumklimageräten kann bis zu 100 Euro Stromkosten pro Jahr zusätzlich verursachen. Überlegen Sie sich neben Umweltaspekten auch aus Kostengründen vorher, ob Sie das Gerät wirklich benötigen.
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Achten Sie beim Kauf eines neuen Raumklimageräts auf das EU-Energielabel. Geräte der Klasse A+++ sparen im Vergleich zur Klasse B etwa 40 Prozent Strom (Einschlauch-Gerät im Kühlbetrieb).
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Fest installierte Split-Geräte kühlen effizienter, sind aber aufwendiger zu installieren und meist teurer in der Anschaffung.
Tipps zum Energiesparen
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Prüfen Sie Alternativen, bevor Sie ein Klimagerät kaufen oder einschalten – zum Beispiel Außenrollläden, Sonnenschutz, gute Wärmedämmung oder gezieltes Lüften in den kühleren Morgen- und Nachtstunden. Ein Ventilator verbraucht deutlich weniger Energie und kann oft schon für eine angenehme Abkühlung sorgen.
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Schalten Sie das Gerät nur bei Bedarf ein und lassen Sie es nicht dauerhaft laufen.
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Damit das Gerät möglichst effizient arbeiten kann, sollte es regelmäßig gewartet und gereinigt werden. Dazu gehört das Säubern oder Wechseln der Filter sowie die regelmäßige Pflege der Lüftungswege.
Fotonachweis: Panthermedia
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- Nachhaltige Elektro- und Elektronikgeräte
- Clever Energie sparen mit einfachen Tricks
- Broschüre: Neues EU-Energielabel und Ökodesign-Vorschriften
- Den eigenen Stromverbrauch vergleichen: www.stromspiegel.de
- BAM: App zum neuen Energiesparsiegel
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