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Sicheres Spielzeug: Tipps für den Einkauf

Von: Referat 35, Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Welches Spielzeug ist das richtige? Ob Plüschhase, Plastikbagger oder Holzrassel: Es lohnt sich, auf Qualität zu achten, um Risiken zu vermeiden. Schnitte, Ersticken, Quetschungen und Verbrennungen sind die häufigsten Verletzungen, die durch unsicheres Spielzeug verursacht werden. Wir haben einfache, aber wirksame Tipps, worauf man beim Spielzeugkauf achten sollte.

Plüschhase, Plastikbus, Flugzeug, Holzlaster, buntes Spielzeug auf Fußboden; Copyright Panthermedia

In diesem Beitrag finden Sie

  • Tipp 1: Achten Sie auf Warnhinweise, Kennzeichnung und Mindestalter
  • Tipp 2: Nutzen Sie Ihre Sinne
  • Tipp 3: Vergewissern Sie sich, dass das Spielzeug nicht Teil eines Verbots oder Rückrufs ist. Melden Sie Sicherheitsprobleme und warnen Sie damit andere
  • Tipp 4: Vorsicht vor Billigprodukten
  • Spielzeug: Sicher... und Nachhaltig!

Tipp 1: Achten Sie auf Warnhinweise, Kennzeichnung und das Mindestalter

Sehen Sie genau hin und vergewissern Sie sich, dass Spielzeug unbedingt die CE-Kennzeichnung trägt. Mit dieser Kennzeichnung bestätigt der Produktverantwortliche, dass das Produkt die gesetzlich einzuhaltenden Sicherheitsanforderungen erfüllt.

GS zeichenNoch besser ist es, wenn das Spielzeug zusätzlich das Prüfzeichen GS trägt, das für „Geprüfte Sicherheit“ steht. Beachten Sie Warnhinweise. Diese sind, wie der Name schon sagt, nicht eine Empfehlung, sondern eine Warnung, die ernst genommen werden sollte.

Auf dem Spielzeug oder dessen Verpackung muss außerdem der Name und die vollständige Adresse des Produktverantwortlichen in der EU angeben sein.

Tipp 2: Nutzen Sie Ihre Sinne

  • Vertrauen Sie Ihrem „Riecher“! Riecht das Spielzeug unangenehm oder stechend? Dann kann nicht ausgeschlossen werden, dass es schädliche Stoffe enthält. Ein sicheres Indiz ist der Geruchstest jedoch nicht.

  • Fühlen Sie mal: Ist das Spielzeug stabil und robust oder lösen sich Teile ab? Achten Sie darauf, dass das Spielzeug so groß und so solide verarbeitet ist, dass Babys nichts verschlucken können (z. B. Mini-Bauklötze oder Augen eines Stofftiers). Machen Sie den „Rütteltest“! Achten Sie außerdem darauf, dass das Spielzeug keine Seile, Bänder oder Schnüre hat, die sich um den Hals des Kindes schlingen können. Spielzeug sollte keine scharfen Kanten oder spitze Ecken haben. Vorsicht bei beweglichen Teilen, an denen sich das Kind quetschen könnte.

  • Hören Sie auf den Lärmpegel! Halten Sie Klangspielzeug zum Testen vor Ihr Gesicht und nicht direkt vor Ihr Ohr: Empfinden Sie es sehr laut? Dann könnte es Kinderohren schädigen, die Kleinsten beunruhigen und den Großen ganz schön auf die Nerven gehen.

Tipp 3: Vergewissern Sie sich, dass das Spielzeug nicht Teil eines Verbots oder Rückrufs ist. Melden Sie Sicherheitsprobleme und warnen Sie damit andere.

Recherchieren Sie Produktwarnungen, z.B. im Europäischen System Safety Gate oder in der Datenbank der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: BAuA - Datenbank "Gefährliche Produkte in Deutschland". Weitere Informationen dazu lesen Sie in unserem Artikel "Safety Gate: So funktioniert das EU-Schnellwarnsytem für gefährliche Non-Food-Produkte".

Hier können Sie Mängel melden:

  1. Bei den bayerischen Gewerbeaufsichtsämtern. Diese prüfen die Meldungen und veranlassen bei Bedarf z. B. Veränderungen am Produkt, Verkaufsverbote oder Rückrufe. Adressen und Rufnummern finden Sie unter:
    Technischer Verbraucherschutz; Marktüberwachung Produktsicherheit - BayernPortal

  2. Bei ICSMS, der europäischen Datenbank für die Produktüberwachung: www.icsms.org

Tipp 4: Vorsicht vor Billigprodukten und beim Onineshopping

Manche Produkte sind billig, weil an den Rohstoffen, der Verarbeitung oder der Qualitätskontrolle gespart wurde. Lieber weniger Spielzeug kaufen – aber dafür in guter, geprüfter Qualität.

Beim Kauf von Spielzeug im Internet ist besondere Vorsicht geboten, vor allem, wenn es zu einem sehr günstigen Preis angeboten wird. Produkte aus Nicht-EU-Staaten erfüllen vielfach nicht die europäischen Sicherheitsstandards. Für Sie als Kunde kann es ebenfalls zu Problemen, z. B. bei der Einfuhr oder der Reklamation solcher Produkte, kommen. Weitere Informationen zum Thema Onlineshopping finden Sie im Artikel Online-Shopping: Vorsicht bei Import von Billigprodukten aus dem Ausland.

Spielzeug: Sicher... und Nachhaltig!

Verbraucher/-innen suchen zunehmend nicht nur sicheres, sondern auch nachhaltiges Spielzeug, um Umwelt und Klima zu schonen. Tipps für den nachhaltigen Spielzeugeinkauf finden Sie im Artikel Wie finde ich sicheres und nachhaltiges Spielzeug für Kinder?. Mehr Informationen zu Gefahren von Plastik und einem bewussten Umgang damit lesen Sie im Artikel Kunststoffe im Alltag: Gründe für einen bewussten Umgang.

Podcast: So erkennt man sicheres Spielzeug

Weitere Infos und Praxisbeispiele hören Sie im Podcast "Morgen beginnt Heute" des Bayerischen Staatsministeriums für Verbraucherschutz zum Thema "So erkennt ihr sicheres Spielzeug".

Mehr zum Thema

  • Podcast "So erkennt ihr sicheres Spielzeug" des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz
  • Flyer des StMUV "Sicher macht Spaß! Tipps für den Spielzeugeinkauf"
  • Kunststoffe im Alltag - Gründe für einen bewussten Umgang
  • „Safety Gate“: So funktioniert das EU-Schnellwarnsytem für gefährliche Non-Food-Produkte
  • Bayerische Gewerbeaufsicht

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Einzelfallbezogene Rechtsauskünfte und persönliche Beratung können wir leider nicht anbieten. Auch dürfen wir Firmen, die sich wettbewerbswidrig verhalten, nicht selbst abmahnen.
Sollten noch Fragen zu Ihrem konkreten Sachverhalt verbleiben, wenden Sie sich bitte an die unter Service genannten Anlaufstellen.

Stand: 04.10.2024
Autor: Referat 35 - Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
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